Samstag, 22. Juni 2013

Ouya-Spielekonsole: Einfuhrprobleme beim deutschen Zoll?

Dass es in Deutschland immer besonders ordentlich und „nach Vorschrift“ zugeht ist nicht ausschließlich ein Vorurteil, das uns aus dem Ausland aufgedrückt wird. Behörden und Ämter sorgen bei uns regelmäßig für Schildbürgerstreiche. Für den einen oder anderen early adopter neuer Geräte kann das aber zum richtigen Ärgernis werden, sofern er selbige aus dem Ausland importiert. Die neue Android-Spielekonsole Ouya ist so ein Beispiel, denn in mindestens einem Fall, der heise.de vorliegt hat der Zoll in Köln keine Freigabe für das Gerät erteilt. Hintergrund ist das angeblich fehlende „CE-Zeichen“ an dem kabellosen Controller sowie eine nicht vorhandene deutsche Anleitung. Im vorliegenden Fall soll das Paket jetzt erstmal von der Bundesnetzagentur geprüft werden. 

Grundsätzlich scheint es kein Problem mit den nötigen Formalitäten zu geben, denn der gesuchte Sticker mit „CE“ verbirgt sich offenbar unter der Batterieabdeckung, außer natürlich, der Hersteller hat es bei einigen Exemplaren komplett verschlafen, ihn anzubringen. Auch das Problem mit dem lokalisierten Handbuch scheint lösbar, zumindest bei unserem Moderator befinden sich immerhin zwei Seiten auf deutsch drin. Ferner ist es offenbar auch eine Glückssache, denn als er sein Paket im Zollamt in Rostock abholte, haben die Beamten anscheinend gar nicht explizit geprüft, ob alle Aufkleber und sonstigen Modalitäten vorhanden sind. Als kleine Randnotiz sei noch erwähnt, dass offenbar auch die fälligen Gebühren, bzw. Einfuhrumsatzsteuer nicht bei allen einheitlich sind. Ob es sich bei den Einfuhrproblemen um Einzelfälle handelt oder der Hersteller vielleicht doch im größeren Stil gepfuscht hat, bleibt noch abzuwarten. Tipps und Berichte von „Leidensgenossen“, die evtl. auch noch auf ihre Ouya warten, findet ihr im Diskussions-Thread von Android-Hilfe.de.

Ouya-Spielekonsole: Einfuhrprobleme beim deutschen Zoll?-01.jpg